Einbau von Lastmessbolzen
Sicherheitshinweise
Der Einbau, die Inbetriebnahme und der Betrieb von Lastmessbolzen dürfen ausschließlich unter Beachtung der geltenden Sicherheitsvorschriften erfolgen. Der Einbau und die Inbetriebnahme sind von entsprechend qualifiziertem Personal durchzuführen.
Vor dem Einbau ist zu prüfen, ob der Lastmessbolzen für die vorgesehene Anwendung geeignet ist. Die Angaben und technischen Anforderungen im jeweiligen Datenblatt sind zu beachten.
Die Nichtbeachtung der Sicherheitsvorschriften kann zu schweren Verletzungen und Sachschäden führen.
Mechanischer Einbau
Lastmessbolzen sind empfindliche Präzisionsaufnehmer. Niemals einen Hammer zum Einbau verwenden! Stöße und Schläge können den Kraftmessbolzen beschädigen und die Messgenauigkeit beeinträchtigen.
Die zu messende Kraft sollte die einzige Kraft sein, die auf den Lastmessbolzen einwirkt. Die Krafteinleitung muss dabei immer in der Richtung erfolgen, die durch den auf der Stirnseite eingravierten Kraftpfeil vorgegeben ist.
Der Kraftmessbolzen muss gegen axiales Verschieben und Verdrehen gesichert werden. Hierfür wird standardmäßig ein Achshalter verwendet. Die entsprechenden Vorgaben, beispielsweise nach DIN 15058, sind zu beachten.
Um genaue Messungen zu gewährleisten, sollten alle beweglichen Teile, wie Umlenkrollen und Seilführungen, stets ausreichend geschmiert sein. Ein ordnungsgemäß installierter Lastmessbolzen ist grundsätzlich wartungsfrei.
Anschlussleitungen und Kabelverlegung
Die Anschlussleitungen für VELOMAT-Lastmessbolzen werden standardmäßig mit einem PVC-Außenmantel geliefert. Für erhöhte Anforderungen, beispielsweise an chemische Beständigkeit, UV-Beständigkeit oder Abriebfestigkeit, können die Anschlussleitungen auf Wunsch auch mit einem PUR-Außenmantel ausgeführt werden.
Wenn PUR nicht für die jeweiligen Einsatzbedingungen geeignet ist, müssen die Anschlussleitungen zusätzlich in geeigneten Schutzschläuchen verlegt werden.
Bei Lastmessbolzen mit Brückenausgang sollte die Anschlussleitung eine Länge von 3 m nicht überschreiten. Ist eine größere Entfernung erforderlich, muss ein Messverstärker im Kabel angeschlossen werden.
Die Anschlusskabel müssen separat und mit ausreichendem Abstand zu Hochspannungs- und Lastkabeln verlegt werden, um Störeinflüsse auf das Messsignal zu vermeiden.
Ausfallursachen
Lastmessbolzen sind robuste Maschinenteile, die bei fachgerechtem Einbau und bestimmungsgemäßem Betrieb über viele Jahre zuverlässig funktionieren können. Verschiedene äußere Einflüsse oder unsachgemäße Belastungen können jedoch zu einem vorzeitigen Ausfall führen.
Zu den häufigsten Ursachen gehören:
- Überlastung durch Kräfte oberhalb der zulässigen maximalen Betriebskraft, beispielsweise durch Impulskräfte oder Drehmomente
- Feuchtigkeit, die in den Lastmessbolzen eindringt
- Chemische Einflüsse, die den Sensor oder seine Komponenten angreifen
- Schweißarbeiten in unmittelbarer Nähe des Lastmessbolzens, wenn dabei Schweißstrom durch die Messzelle fließt
- Überhitzung des Lastmessbolzens
- Beschädigung des Anschlusskabels
Eine fachgerechte Montage, die Beachtung der zulässigen Betriebsbedingungen und ein sorgfältiger Umgang mit dem Lastmessbolzen tragen wesentlich zu einer langen Lebensdauer und zuverlässigen Messung bei.