Messabweichungen und Einflüsse
Grenzbiegemoment [Nm]
Das maximal zulässige statische Biegemoment, bei dem ein Kraftaufnehmer unter gleichzeitiger Belastung mit der Nennkraft keine bleibenden oder signifikanten Veränderungen seiner messtechnischen Eigenschaften bis zur Nennkraft aufweist.
Grenzdrehmoment [Nm]
Das maximal zulässige Drehmoment um die Messachse eines Kraftaufnehmers, bei dem unter gleichzeitiger Beaufschlagung mit der Nennkraft keine bleibenden oder funktional relevanten Veränderungen der messtechnischen Eigenschaften auftreten.
Grenzkraft [N]
Die Kraft, oberhalb der mit bleibenden oder funktional relevanten Veränderungen der messtechnischen Eigenschaften eines Kraftaufnehmers zu rechnen ist.
Grenzquerkraft [N]
Die maximal zulässige statische Querkraft, bei der ein Kraftaufnehmer unter gleichzeitiger Beaufschlagung mit der Nennkraft keine bleibenden oder funktional relevanten Veränderungen seiner messtechnischen Eigenschaften aufweist.
Montageeinfluss auf das Nullsignal [%]
Relative Änderung des Nullsignals bezogen auf den Nennkennwert, die beim Befestigen des Kraftaufnehmers auf einer Grundplatte gemäß Bedienungsanleitung entsteht, beispielsweise durch Verschrauben oder den Einsatz von Spannpratzen.
Querkrafteinfluss [AE/N]
Relative Abweichung des Ausgangssignals eines Kraftaufnehmers infolge einer Querkraft in Höhe von 10 % der wirkenden Kraft. Die Querkraft wirkt senkrecht zur Messachse am Krafteinleitungspunkt. Anzugeben ist der größte Querkrafteinfluss in der Ebene senkrecht zur Messachse.
Relative Abweichung des Nullsignals [%]
Auf den Nennkennwert bezogene maximale Abweichung des Nullsignals eines Kraftaufnehmers vom Wert null im ausgebauten, also nicht montierten Zustand.
Relative Kennlinienabweichung [%]
Abweichung eines in einem Belastungszyklus ermittelten Kennlinienwerts von der Bezugsgeraden, bezogen auf den jeweils zugehörigen Wert dieser Bezugsgeraden.
Relative Kennwertabweichung [%]
Relative Abweichung des tatsächlichen Kennwerts vom Nennkennwert. Diese Angabe wird insbesondere bei Kraftaufnehmern verwendet, deren Kennwert werkseitig justiert ist.
Relative Linearitätsabweichung [%]
Maximale Abweichung der bei zunehmender Kraft aufgenommenen Kennlinie eines Kraftaufnehmers von der Bezugsgeraden, bezogen auf den verwendeten Messbereichsendwert.
Relative Nullsignalhysterese [%]
Relative Abweichung des Nullsignals im eingebauten Kraftaufnehmer über ein vollständiges Wechselkraft‑Schwingspiel mit der Nennkraft , bezogen auf den Nennkennwert.
Relative Spannweite in unveränderter Einbaustellung [%]
Maximale Differenz der Ausgangssignale bei identischer Kraft, ermittelt aus mehreren Messreihen in unveränderter Einbaustellung. Die Angabe erfolgt bezogen auf das um das Nullsignal im eingebauten Zustand verminderte mittlere Ausgangssignal.
Relative Spannweite in verschiedenen Einbaustellungen [%]
Maximale Differenz der Ausgangssignale bei identischer Kraft in unterschiedlichen Einbaustellungen, bezogen auf das um das Nullsignal im eingebauten Zustand verminderte mittlere Ausgangssignal. Die Anzahl der Messreihen sowie die jeweils verwendeten Einbaustellungen sind anzugeben.
Relative Umkehrspanne [%]
Differenz der Ausgangssignale einer Auf‑ und Abwärtsmessreihe bei jeweils gleicher Kraft , bezogen auf das um das Nullsignal im eingebauten Zustand verminderte Ausgangssignal bei steigender Kraft. Zur Bestimmung der Umkehrspanne ist der vollständige Belastungszyklus bis zur Nennkraft aufzunehmen. Anzugeben sind die größte relative Umkehrspanne sowie der verwendete Kraftmessbereich.
Relativer Zug-/Druckkraft-Kennwertunterschied [%]
Unterschied der Kennwerte bei Zug‑ und Druckkraftbeanspruchung, bezogen auf den Kennwert unter Druckkraftbelastung.
Relatives Kriechen
Zeitabhängige Änderung des Ausgangssignals eines Kraftaufnehmers nach einer Kraftänderung. Dabei wird zwischen Belastungskriechen und Entlastungskriechen unterschieden.
Hinweis: Zur Ausschaltung der Vorgeschichte ist der Kraftaufnehmer einmal bis zur Nennkraft zu belasten. Nach der Vorbelastungszeit ist das Fünffache dieser Zeitspanne abzuwarten, bevor die eigentliche Messung beginnt.
Temperatureinfluss auf das Nullsignal [%/10K]
Auf den Nennkennwert bezogene Änderung des Nullsignals eines Kraftaufnehmers infolge einer Änderung der Umgebungstemperatur um 10 K innerhalb eines definierten Temperaturbereichs, jeweils nach Erreichen stationärer und gradientenfreier Zustände. Der Kennwert ergibt sich zu
Anzugeben sind der größte Wert von sowie der verwendete Temperaturbereich.
Temperatureinfluss auf den Kennwert [%/10K]
Relative Änderung des Kennwerts eines Kraftaufnehmers infolge einer Änderung der Umgebungstemperatur um 10 K innerhalb eines definierten Temperaturbereichs, jeweils nach Erreichen stationärer und gradientenfreier Zustände. Der Kennwert ergibt sich zu
Anzugeben sind der größte Wert von sowie der verwendete Temperaturbereich.